Samstag, 5. August 2017

Abschied

Amselkind wurde gestern in die Freiheit entlassen.


Es ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen, das Amselkind, welches letzteren Vermutungen zufolge keine Amsel, sondern eine Drossel ist. Im großen Garten einer lieben Bekannten hieß es gestern
LOSLASSEN.
 

Mit dem Aufstellen eines ihm vertrauten Korbes, einer großen, mit Steinen versehenen Schale Wasser und seinem Schüsserl mit Mehlwürmern drinnen, hat nun die Zeit seiner absoluten Freiheit begonnen. Es ist ein wahres Vogelparadies mit vielen Sträuchern, Bäumen, einem Obstgarten - und das alles weitgehend katzenfrei - in das er entlassen wurde.
 


Gestern Abend und heute Nachmittag hab ich Nachschau gehalten und er ist gekommen, der kleine Herzensbrecher. Die nette Gartenbesitzerin füttert ihn bis morgen noch ausreichend mit Mehlwürmern damit er sich in seiner neuen Umgebung wohlfühlen lernt und ab Montag werden die Rationen schrittweise täglich kleiner ausfallen.
 

Er scheint gut aufgehoben zu sein, der kleine Jungvogel. Ich werde ihn und sein seine fröhlichen Zwitscherlaute vermissen und ich wünsche ihm von ganzem Herzen ein frohes und langes Vogel-Leben in Freiheit!
 




Dienstag, 1. August 2017

Amselkind wird flügge ...

Zwei Wochen ist es her, dass unsere Familie Zuwachs bekommen hat. Es waren zwei intensive Wochen - aber auch sehr erfüllende.

Selbstständig fressen und trinken klappt inzwischen schon ganz gut. Auch einige Vogelbäder hat er schon genüsslich absolviert. Den ersten Versuch hat er im Trinknapf gemacht. Daraufhin hat er sogleich eine größere Schale bekommen! Die Würmer pickt er problemlos schon vom Boden auf - wenngleich es im Napf bequemer ist.
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Bei den angebotenen Beeren ist es noch etwas tollpatschig. Das herunter Pflücken klappt noch nicht so richtig. Die am Boden servierte Brombeere war zwar etwas groß, aber es ist ihm gelungen sie in Raten zerpickt zu verspeisen. Würmer sind ihm aber offensichtlich lieber.

Das erste mal bei geöffneter Käfigtüre war der kleine Teenager noch etwas skeptisch und ist lieber in sicherer Käfig-Reichweite sitzen geblieben.
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Derzeit steht fliegen lernen am Programm. Waren es gestern nur wenige Meter im Sinkflug die die kleine Amseldame schaffte, hat es heute schon einige mal recht gut geklappt. Die Fortschritte sind beachtlich! Amselchen hat zudem heute im Hochbeet eine kleine Voliere bekommen, damit es natürliche Bodenbeschaffenheit kennen lernt ohne dabei ausbüchsen zu können - oder von der Katze erwischt zu werden - wenn wir nicht draußen sind.

Bald wird es soweit sein, dass das Amseljunge in die Freiheit entlassen werden kann.
Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge und wünsche ihm viel Glück und ein erfülltes Amsel-Leben  in der Freiheit. 

Sonntag, 23. Juli 2017

Amsel-Waisenkind ....

... in der Bredouille.

Es hat jämmerlich gezwitschert, als mein Enkelsohn aus dem Keller etwas holen wollte. Da saß doch tatsächlich ein Vögelchen auf einem alten Schrank und jammerte. Wie es in den Keller kam? Ich vermute daran ist Peterle nicht ganz unschuldig. Er bringt uns meistens seine Beute. Dieses mal dürfte sie ihm rechtzeitig entwischt sein.


Das Vögelchen war, nachdem es verschreckt anfangs einige tollpatschige Kellerflüge absolvierte, bald danach zusammengeduckt sitzen bleibend leicht zu fangen. Was nun? Erstes Quartier war in einem Korb mit einer Insektenhaube darübergestülpt.

 

Dann ging das große Raten los. Was mag das wohl sein. Meise war´s mit Sicherheit keine. Spatz auch nicht. Vielleicht eine Heckenbraunelle? Anfangs dachten wir Peterle habe dem Jungvogel vielleicht die langen Schwanzfedern ausgerupft. Aber da passte auch die Farbe nicht wirklich. Ein Zaunkönig wäre eher möglich gewesen, aber dafür war es zu groß. Dank Google konnten wir eruieren, dass es sich um eine junge Amsel handelt und bei diesen die Schwanzfedern noch kurz sind. Was frisst eine Amsel? Eifrig gruben wir im Garten nach Regenwürmern, aber da war nichts. Es ist offensichtlich zu trocken und diese dürften sich in tiefere Regionen zurückgezogen haben.

Einige Fliegen, etliche Spinnen, zwei Heidelbeeren und ganz kleingeschnittene Stückchen Rindfleisch sowie ein wenig Wasser mit der Pipette waren das erste Futter, welches der kleine Piepmatz gierig annahm. Gleich am nächsten Morgen führte uns der Weg ins Zoogeschäft um Mehlwürmer zu kaufen. Wir stellten fest dass das Amselkind gefräßig war wie ein Kuckuck. Ach ja, die Lösung mit dem Weidenkorb und der Insektenhaube war auch nicht optimal. Wir kauften daher auch einen Vogelkäfig.

 
Einen in dem das Vogelkind auch etwas Bewegungsfreiheit haben sollte. Wir hängten den Käfig gut geschützt ins Freie unter die dicht wuchernde Uhudler-Weinrebe. Hielt ich anfangs das Vöglein bei der Fütterung noch in der Hand und gab ihm die Würmer mit der Pinzette,


ein Würmchen (nicht gegrillt) am Spieß


Bei dem heißen Wetter ist Trinken wichtig!
versuchte ich einen weiteren Tag später die Würmer auf einem Holzspieß aufgespießt durch das Gitter zu servieren. Der Vogel sollte sich ja nicht zu sehr an uns gewöhnen und siehe da, das mit dem Spieß klappte wunderbar. Wasser gab es nach wie vor zu jeder Mahlzeit mit der Pipette. Und das alle eineinhalb bis zwei Stunden mindestens für eine halbe Stunde.

Jammerte anfangs das Amselkind noch zum Erbarmen, scheint sich inzwischen weitgehend wohl zu fühlen und das ängstliche Gepiepe klingt inzwischen eher nach fröhlichem Gezwitscher. Besonders wenn es merkt, dass ich mich mit den Würmern nahe! Und ich brauch ihm die Würmchen nicht mehr in den Schlund stecken, sondern es holt sich diese schon selber. Auf Anraten eines Sachkundigen Bekannten meiner Nachbarin werden wir es füttern bis es von selbständig die angebotene Nahrung aufnimmt und das Wasser allein trinken kann - und dann wieder frei lassen.

Besonders gerne sitzt es auf seiner bunten Schaukel.
 
 
Das kleine Wesen ist nun schon ziemlich gewachsen und auch mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen und hat mit Vorliebe ständig den Schnabel offen - typisch Weibchen halt!
 
Ich werde das Gezwitscher vermissen und fürchte fast schon ein wenig den Tag, an dem wir es in die Freiheit entlassen werden. Peterle, der Urheber dieses Desasters scheint allerdings ein wenig eifersüchtig zu sein, dass ich um seine Beute so ein "G´scher" mache oder er hat ein schlechtes Gewissen. Er umschmeichelt mich jedenfalls derzeit besonders intensiv.
 


Montag, 10. Juli 2017

Abendspaziergang ....

..... daheim mit offenen Sinnen
haben mein Mann und ich heute den ganz alltäglichen Schönheiten der heimischen Umgebung bewusst Aufmerksamkeit geschenkt.
 

Gemeine Waldrebe
Die Waldreben in voller Blüte wecken Erinnerungen. Als Kind haben wir versucht sie zu rauchen. Hat übrigens scheußlich geschmeckt! Nachahmungen nicht empfehlenswert ....
 

Krank ....
Obwohl der Stamm schon ganz hohl, trägt er noch viel Laub und sogar einige Früchte. Auf jeden Fall beeindruckend war der Blick in die riesige Tiefe des Stamm-Inneren. Lebensraum für sicher unzählige Kleinlebenwesen ....
 

Sonnenuntergang
Romantischer Sonnenuntergang auf der Höhe vom Toiflhof und durchaus jenen der Reiseprospekte ferner Länder ebenbürtig.
 

Alte Scheune
Nach dem Weg durch den Wald, in dem es schon ziemlich dämmerig war, hat mich die alte, schon von Gebüsch ganz überwucherte Scheune in Bann gezogen. Obwohl bereits ein wenig schief, könnte sie sicher einiges erzählen.
 

auf der Weide ...
Nach dem nachmittäglichen Gewitter scheinen nicht nur wir den lauen Abend genossen zu haben, sondern auch die Kühe.
 

Kren
Wieder am Ortsbeginn von Purgstall angekommen haben unzählige Brennesseln  einen etwas verwilderten Garten beherrscht und einige Krenstauden den Straßenrand dominiert. Sieht man schon selten in dieser Üppigkeit.

Zwei Katzen
Wieder daheim angekommen hat uns schon Kater Peterle unter dem Schutz des steinernen Löwen erwartet. Es war ein ganz gewöhnlicher Abendspaziergang. Ein Rundweg von Purgstall über den Toiflhof, beim nächsten Bauernhaus einen Feldweg links hinunter und durch den Wald wieder zurück nach Purgstall. Nichts spektakuläres, aber so richtig geeignet, die Energien aufzutanken.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Alm-Impressionen



.... zum vierten mal
fand sie nun schon statt, die Mal-Woche auf der Tauplitzalm.
 
Präsentation der Botanischen Malerei im Glashaus der Garten Tulln

 
Samstag vormittags waren wir - Leopoldine Abraham, Christa Huber und ich - auf der Garten Tulln um auf der von Natur im Garten veranstalteten "Schatzsuche" die "Botanische Malerei" zu präsentieren. Am Nachmittag wurden die gezeigten Bilder gegen die Koffer für die Mal-Woche ausgetauscht und Leopoldine und ich beeilten uns mit der Anreise ins Hotel Alpenrose auf der Tauplitz-Alm. Dort wurden wir schon von den anderen Teilnehmerinnen der Malgruppe erwartet.
 
Stimmungsvoller Blick vom Mal-Raum auf die Alm am ersten Tag 

 
Stimmungsvolle Nebelschwaden begleiteten uns am ersten Tag. Doch bald klarte es auf und wir hatten bis zur Abreise am Mittwoch herrliches Wetter.
 
Märchensee

 
Großsee

Interessante Pflanzenwelt im Märchensee

Die reizvolle Seenlandschaft beherberge auch einige interessante Wasserpflanzen.
 
Unterwegs

 
Verwöhnt durch das Team des Hotels Alpenrose war für uns malen, wandern sowie Pflanzen bestimmen angesagt. Der Wettergott war uns auch dieses mal wieder, wie die Jahre zuvor, gut gesinnt und wir bedauerten alle, dass die wunderbaren Tage so schnell vorbei waren.
 
Silberwurz

 
Enzia


Berg-Nelken

Die unglaubliche Pflanzen-Vielfalt hat uns begeistert!
 
 
Mit Konzentration und Geduld wurde gemalt.

 
Es sind wieder gelungene Bilder entstanden.
 
Kohlröserl-Hütte am Ödensee

Am Abreisetag umwanderten wir noch den Ödensee, um nach einer entsprechenden Stärkung die Heimreise anzutreten. Ich glaube im Namen aller Teilnehmerinnen sprechen zu können wenn ich behaupte es waren fünf wundervolle Tage











Dienstag, 20. Juni 2017

Juni-Sommer-Sonnenwende

Daran mag ich gar nicht denken,

dass ab morgen der Tag bereits wieder beginnt kürzer zu werden. Sooo schön, die langen, lauen Abende .....
 
 
im Garten blühte bereits vor zwei Wochen der große gelbe Enzian, den ich einst gekauft habe, um ihn irgendwann in Ruhe zu malen. Vor Jahren bin ich seinetwegen extra nach Kärnten gefahren um ihn dort auf der Mussen zu finden und zu malen. Gefunden habe ich ihn. Er war riesig und die Zeit zu knapp. Ich bin über die Zeichnung nie hinausgekommen. Einige Jahre später kaufte ich ein kleines Exemplar bei den Gartentagen in Seitenstetten. Es scheint ihm bei mir zu gefallen und er hat vor zwei Jahren das erste mal geblüht. Wunderschön, über 1 m hoch - aber gemalt habe ich ihn nicht. Irgendwie scheine ich abergläubisch  geworden zu sein. Es ist mir schon sehr oft passiert, dass Pflanzen kommen, bestens gedeihen - und sobald sie gemalt sind, wieder verschwinden. Ist mir beim Edelweiss so ergangen, bei der Strauchpfingstrose, beim Stechapfel und noch einigen anderen. Darum habe ich ihn NICHT gemalt. Scheinbar wartet er noch immer darauf und hat heuer zur Verstärkung sogar eine Jungpflanze ausgebildet. Schön ....
 
Der Mohn ist da weniger sensibel und verausgabt sich mit seinen herrlich roten Blüten. Lebensfreude pur! Wenn dann auch noch das Zittergras dazu kommt, ist das eine ganz besonders ansprechende Zweisamkeit. 
 
 
Apropos Mohn - vor einigen Tagen haben wir einen Waldviertel-Trip gemacht. Alljährlich mindestens einmal zieht es uns da hin. Es hat schon einen ganz besonders mystischen Reiz. Der Teich im Gebiet von Großwolfgers beispielsweise,
 
 
oder die Bank mit dem Marterl daneben, im Hintergrund der Wald, und vor allem eine friedliche Ruhe in weitgehend unversehrter Natur. Eine Wohltat für die Seele!
Der Karpfen danach in Weitra mit dem köstlichen Erdapfel-Majonäse-Salat 
schmeckte einfach vorzüglich.
 
 
Danach waren ein Verdauungs-Bummel durch die prächtige Altstadt von Weitra
 
 
sowie der Aufstieg und die Besichtigung des Schlosses fast ein Muss.
 
 
Faszinierend die Artenvielfalt inmitten des moosigen Gesteins am Weg zum Schloss.
 
 
War ein geruhsamer Ausflugstag so richtig geeignet zum Energie-tanken. Wieder daheim genossen wir den lauen Abend auf der Terrasse und Kater Peterle thronte stolz über den Dächern von Purgstall und über uns.
 
INFO:
Gestern ist erstmals meine neu gestaltete Homepage online gegangen. Ich würde mich sehr, sehr freuen wenn ihr öfters reinschaut und habe mir vorgenommen sie häufiger als bisher neu zu beschicken.
 
Auch die E-Mailadresse wurde geändert in:
 
über die Homepage 
 
(ist verlinkt mit dem Blog) ist auch der Blog einfach zu finden.
 
Ich würde mich über Rückmeldungen sehr freuen und hoffe, dass alles funktioniert.
Bis zum nächsten mal - da kommt dann ein Bericht vom Schau-Malen auf der Garten Tulln
und von der Mal-Woche auf der Tauplitzalm -
liebe Grüße und beste Wünsche für einen schönen Sommer!
 
 

Sonntag, 7. Mai 2017

Botanisches Malseminar am Mostlandhof

Wieder viele gelungene Werke
 
Es war - wie zumeist - auch das Mai-Seminar ein tolles Seminar mit bester Betreuung durch das Team des Mostlandhofes. Und weder sind viele bewundernswerte Pflanzenporträts entstanden.
 
  
Hier nur einige Wenige der vielen gelungenen Highlights.
 
und die Malgruppe mit der Seminarleiterin Barbara Schoberberger
 
 
Am Muttertag, dem 14. Mai und am 24. Juni werde ich auf der Garten Tulln im Glaspavillon die Arbeitsweise dieser Kunstform vor Publikum praktiezieren. Zuseher sind herzlich willkommen!
 
 
Nach einer Malwoche im Hotel Alpenrose auf der Tauplitzalm
geht die Frühlingssaison des Vereines "Botanische Begegnungen" zu Ende, um im September am Mostlandhof neu in die Herbstsaison zu starten.