Freitag, 22. Juli 2016

WAS TUN?

Peterle der Insektenjäger!
 
 
Im Vorjahr habe ich bei unserer Garten-Umgestaltung mit Begeisterung insektenfreundliche Stauden und Sträucher gesetzt. Eine Buddleja war natürlich auch darunter. Freute ich mich doch schon riesig auf die Aussicht, verschiedene Falter damit erfreuen zu können.
 
 
Da kannte ich allerdings Peterle noch nicht. Und ich liebe ihn! Sehr sogar. Die Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und dergleichen liebe ich allerdings auch. Ich hätte nie damit gerechnet, dass er sie ebenfalls lieben könnte. Allerdings bevorzugt er sie lieber als Beute. Und er frisst sie. ALLE! Zumindest alle die er erwischen kann.
 
 
Bis jetzt waren es meist die Fliegen am Fenster. Das heißt für mich, keine Blumen mehr am Fensterbrett! Die sind bei seinen Jagden nämlich im Weg! Interessant sind außerdem auch Weberknechte und so ziemlich alles was im Garten kreucht und fleucht. Nur die Ameisen und Läuse auf den Sträuchern sind ihm egal.  Aber jetzt hat er NEUES entdeckt!
 
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Schmetterlinge, die sind so schön bunt! Und sie kommen zuhauf - zum Schmetterlingsstrauch. Da braucht er nur zu warten. Ein Sprung (den ich leider nicht im Film erwischte) und schon mampft er wieder sein eben erlegtes Leckerli. Abgebrochene Zweige fallen unter Kollateralschaden!  
 
Im Moment bin ich ziemlich ratlos!
WAS TUN?
Den Schmetterlingsstrauch wieder entfernen?
Wäre zwar schade aber für die (meisten) Falter lebensrettend.
 
Peterle die Freiheit die er so sehr liebt einschränken?
Das wäre vermutlich für uns beide fürchterlich.
 
Der Natur ihren Lauf lassen und seinen Jagdinstinkt einfach dulden?
Ich weiß es nicht. Bin derzeit ziemlich ratlos.
 
WIE WÜRDEN SIE/DU ENTSCHEIDEN?
Deine/Ihre Meinung interessiert mich und ich würde mich über einen Kommentar freuen!
 
 
 
 
 
 
Ich würde mich über Ihre/Deine Meinung freuen!!!!

Mittwoch, 13. Juli 2016

Sommer-Sonne-Burgenland ...

Heiß, sehr sehr heiß war es,
als wir vor einigen Tagen beschlossen uns an den Schönheiten des
Seewinkels zu erfreuen.
 
 
Erste Station war Rust mit seinen unendlich vielen Storchen-Nestern. Es war eine Freude zu die Storchfamilien zu beobachten.
 
  
 
  
Die Jungstörche, obwohl schon ziemlich groß, genossen es sichtlich gefüttert zu werden. Ob die Storcheneltern beim Futter besorgen ebenso ins Schwitzen kamen wie wir? Mein Mann und ich fanden jedenfalls bereits das köstliche Mittagessen im lauschigen Schatten ziemlich schweißtreibend. Aber ich will nicht jammern - es ist ja Sommer!!!!
 
  
 
   
Über Ungarn ging es dann auf wenig befahrenen Seitenstraßen weiter in Richtung Seewinkel. Hier machten wir einige sehr nette Zwischenstopps.
 
 
Schier endlos scheinende Weite, glühende Sonne, Backofenwind und eine bunte Vielfalt an Pflanzen begleiteten uns auf dem weiteren Weg in den Seewinkel.
 

 
Bald war das eigentliche Ziel erreicht. Der Seewinkel, die lange Lacke, die Puszta - eine  Gegend, in der ich zwar nicht leben möchte, die aber dennoch immer wieder einen besonderen Reiz auf mich ausübt. Die Hügel, die Berge im Hintergrund, die würde ich irgendwann einfach vermissen.
 
Die Ebene, die vielen von unzähligen Vögeln bevölkerten Wasserflächen - sie vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre.  
 

Feld-Rittersporn

 
 
Luzerne

 
Dorniger Hauhechel

Riesen-Exemplar vom blauen Natternkopf
 Faszinierend auch die Flora! Noch nie habe ich einen soooo riesigen Natternkopf wie hier  gesehen. Der Wind begleitet vom Summen der Bienen, Schmetterlinge und anderen Insekten ließen mich vergessen, dass ich hier meist vergeblich Schatten finden würde. 
 

 


Schilf am Ufer des Neusiedlersees


In Illmitz ließen wir - nach einer kleinen Abkühlung im See - bei einer genüsslichen Jause und Zigeunermusik-Feeling den Tag ausklingen, bevor wir uns auf die Heimreise machten.
 
 
Lediglich die Mühle in Breitenbrunn hat uns dann doch noch zu einem kleinen Abendbummel verleitet. Ich hoffe, dass ich mit dieser kleinen Auswahl an Bildern
allen Blog-Leserinnen und -lesern  die Besonderheiten des
Burgenlandes nahe bringen konnte.




Samstag, 9. Juli 2016

Moorleiche ...

.... haben wir keine entdeckt,

meine Freundin und ich. Wir treffen uns selten, doch wenn, dann sind diese von Vertrautheit geprägten Stunden etwas ganz Besonderes.
 
 
 Vorige Woche war´s dann wieder einmal so weit und wir haben das Göstlinger Hochmoor umrundet. Drei Stunden haben wir gebraucht für die kurze Strecke von etwa 2 km.
Viel hatten wir uns zu erzählen und zahlreiche Blumen haben uns in Begeisterung versetzt.
 
 
Besonders die in übergroßer Zahl blühenden und vielen verschiedenen Arten von Knabenkräutern haben uns fasziniert.
 
 
 
 
 
 
Hier nur einige Wenige dieser Artenvielfalt in gefleckt, weiß, rosa gemustert, dunkelrot bis violett - einfach prachtvoll!
 
     
 
Dazwischen Wiesenknöterich, Weißer Germer, Waldziest
sowie der Milchlattich,  der Gelbe große Fingerhut oder der gelbe Eisenhut
und viele viele andere ....
 
 
 ... am Waldrand säumten die zarten Sterne vom rundblättrigen Steinbrech
neben Farnen, Moosen, noch unermesslich viele weitere Blüten, Gräser und Kräuter den Weg.
 
 
Später im eigentlichen Moor begeisterten uns die zarten Blüten der Moosbeere
 
 
 und der Sonnentau.
 
 
Verschiedene Käfer, Grashüpfer und andere Insekten
 
 
 
sowie bunte Schmetterlinge, das Summen der Bienen und Zwitschern der Vögel rundeten diese abwechslungsreiche Wanderung ab.
 
Später, in den Abendstunden saßen wir noch lange gemütlich beisammen und ließen den Tag mit vertrautem Geplauder ausklingen. Es war einer jener schönen Tage die man nicht missen möchte.
 
 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Begegnungen am Wegesrand....

.... gestern, nach einem Treffen mit Freundinnen am Heimweg vom Mostlandhof.
 
Wogende Wiesen ...
 
... und mit Gras bewachsene Feldwege, so wie ich sie ganz besonders liebe. 
Daneben am Wegesrand und Feldrainen eine bunte Pflanzen-Vielfalt.
 
 
 Es waren lauter "gewöhnliche", vielfach unbeachtete Schönheiten,
die ich mitgenommen habe und die nun den Küchentisch zieren.
 
Viel bin ich unterwegs gewesen in letzter Zeit. Viel gegangen. Gehen - das heißt die Welt sehen, die Umgebung bewusst erleben und wahrnehmen, mit allen Sinnen aufnehmen. Vor einigen Tagen ging ich - wie schon oft - von Scheibbs nach Purgstall.
 
 
 Trotzdem ist mir diese kleine, schon vom Verfall gezeichnete Holzhütte am
Ufer der Erlauf zuvor noch nie aufgefallen. Was sie wohl einst für
eine Bestimmung gehabt haben mag?
 
 
Das Land erleben mit dem Duft gemähter Wiesen. Ich mag ihn, diesen unvergleichlichen  Geruch, der mich stets an die Futter-Einbringung für die Ziegen in meiner Kindheit erinnert. 
 
Einige Tage davor zwischen Oberndorf und Purgstall:
 
 
Immer wieder idyllisch ist eine Pferdeweide! Gibt so ein Gefühl von "Heiler Welt". 
 
 
Die Bienen und Fliegen summten an dem warmen Sommertag mit den 
brummenden Traktoren um die Wette. Wäre schade, wenn durch
CETA und TTIP die hierzulande doch eher kleinbäuerliche Lebensform verloren ginge.
Die Felder hier sind nicht so riesig, dafür ist die Vielfalt viel größer als in der Monotonie riesiger Flächen. Noch kann man dagegen unterschreiben, ich hab´s schon gemacht.
 
 
 Stolze Vierkanthöfe, umgeben von den für die Region typischen
Streuobstwiesen, prägen die Landschaft. 

 
Getreidefelder, manchmal stehen sie im Würgegriff der Ackerwinde.
 
 
Sehr viel seltener werden sie von Mohn und Kornblumen begleitet.
 
Schlimm ist es wenn Einwanderer - wie nur beispielsweise das drüsentragende
Springkraut - die heimische Flora verdrängen. Hübsch anzusehen, täuschen sie über den Kampf gegen das Überleben der heimischen Flora hinweg. Wo diese Spezies überhand nimmt, gehen die Lebensbedingungen der ursprünglich hier heimischen Gattungen
verloren. Man könnte sagen ein Klassenkampf in der Pflanzenwelt.   
Auch in der ach so vermeintlich friedlichen Pflanzenwelt mangelt es nicht an Überlebenskämpfen.
 
 
Gerne wuchert auch die - allerdings heimische - Waldrebe. Ihre Blütensterne ziehen sich
oft hoch die Bäume hinauf. Später zieren die luftigen Samenstände dieser einzigen
heimischen Lianen-Art die Landschaft.
  
 Ich kämpfe soeben mit Peterle. Er will mir unbedingt beim Schreiben helfen.
Den Blog über die Umwanderung vom Göstlinger Hochmoor und die
Erlebnisse unserer Burgenlandreise werde ich daher vertagen.
 
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